Aus einem Need wurden rund 800 Tage BH-Entwicklung
Wir sind nicht mit einem fertigen BH-Konzept gestartet. Am Anfang stand vor allem ein Need: Wir wollten einen BH entwickeln, der Komfort und Support zusammenbringt und sich trotzdem nach Buttz anfühlt. Bequem, aber wenig Halt. Viel Support, aber dafür den ganzen Tag sehr präsent. Bügellos, aber dann vielleicht doch nicht das, was man sich unter Support vorgestellt hat.
Wir wollten wissen: Geht das nicht besser?
Spoiler: Ja. Aber offenbar nicht mal eben.
Also haben wir getestet. Materialien ausprobiert, Schnitte verändert, Samples an unterschiedlichen Brüsten anprobieren lassen, Feedback gesammelt und wieder von vorne angefangen.
Was bei einer Brustform funktioniert, funktioniert nämlich noch lange nicht bei der nächsten. Mehr Halt konnte plötzlich weniger Komfort bedeuten. Ein anderes Material saß besser, verhielt sich nach mehreren Tests aber nicht so, wie wir wollten. Und aus einem „Jetzt haben wir’s!“ wurde mehr als einmal ein „Okay, doch noch nicht“.
So wurden aus ein paar Monaten irgendwann zwei Jahre.
Wie baut man Support ohne Bügel?
Im Laufe der Entwicklung haben wir klassische BH-Konstruktionen immer wieder hinterfragt und nach anderen Lösungen gesucht. Die Bügel haben wir gestrichen. Stattdessen haben wir mit Bonding-Technologie und gezielt aufgebauten Support-Zonen gearbeitet.
Bonding bezeichnet eine Verarbeitungstechnik, bei der Materialien flach miteinander verbunden werden, statt sie ausschließlich mit klassischen Nähten zusammenzunähen. Dadurch lassen sich Konstruktionen schaffen, die flexibel und möglichst wenig spürbar sind und gleichzeitig gezielt stabilisiert werden können.
Unser Ziel war dabei nie, möglichst viele Features auf eine Produktseite schreiben zu können. Der Bra sollte seinen Job machen, ohne den ganzen Tag auf sich aufmerksam zu machen.
Sehr viel Nachdenken für möglichst wenig BH-Gefühl.

Vom ersten Sample zur School of Bra
Irgendwann war da tatsächlich kein neues Sample mehr, das wir noch einmal komplett auseinandernehmen wollten.
Der Bra war fertig.
Nach rund 800 Tagen Entwicklung wollten wir das allerdings nicht einfach mit ein paar klassischen Produktbildern feiern. Also sind wir für das Kampagnenshooting zurück an den Ort gegangen, an dem man traditionell Dinge lernt, ausprobiert und gelegentlich nachsitzen muss: in die Schule.
Genauer gesagt in einen alten Chemieraum. Mit Reagenzgläsern, Trockeneis und unserer ganz eigenen School of Bra. Nach zwei Jahren Tüfteln hatten wir schließlich genug über BHs gelernt, um selbst Unterricht geben zu können.

Und weil ein Bra neben Kampagne natürlich auch im Onlineshop landen soll, ging es danach weiter ins Studio für unsere E-Commerce-Bilder. Etwas weniger Chemieunterricht, dafür Melonen, Orangen und die wichtige Erkenntnis, dass sich Obst erstaunlich gut als Requisite für ein BH-Shooting eignet.

Und jetzt ist unser erster Bra wirklich da
Was mit einem ziemlich simplen Need angefangen hat, hat uns über zwei Jahre beschäftigt. Dazwischen lagen unzählige Samples, Fits, Materialtests, Feedbackrunden und Änderungen und einige Momente, in denen wir dachten, jetzt wären wir fertig.
Waren wir nicht.
Bis jetzt.
800 Tage Entwicklung. Sehr viele Brüste. Trockeneis. Melonen. Orangen. Und jetzt endlich: unser Bra.
FAQ zum Buttz Bra
Warum habt ihr über zwei Jahre an einem BH gearbeitet?
Weil wir keinen BH machen wollten, nur weil wir noch keinen hatten. Wir wollten herausfinden, wie man einen BH heute besser bauen kann.
Rund 800 Tage haben wir getestet, verworfen, neu konstruiert und verbessert. Weg von Bügeln und klassischen Nähten, hin zu Bonding-Technologie, gezielten Support-Zonen und einer Passform, die sich unterschiedlichen Brüsten anpasst.
Warum habt ihr den Bra in einer Schule geshootet?
Nach rund 800 Tagen Entwicklung haben wir ziemlich viel über BHs gelernt. Also wurde aus unserem Kampagnenshooting kurzerhand die School of Bra: alter Chemieraum, Trockeneis, Reagenzgläser und eine kleine Unterrichtsstunde in Sachen Support. Wir haben lange genug gelernt – jetzt dürfen die Wettbewerber nachsitzen.
